Archive for Juni 2009

Die Konzerte der nächsten 2 Wochen in Köln und Umgebung

28. Juni 2009

Die Festivalsaison läuft auf Hochtouren und zieht endlich auch in den Kölner Raum ein. Mit der Rheinkultur feieFotort unsere Nachbarstadt Bonn das größte aller kostenlosen Festivals und bietet Top Acts wie Culcha Candela, Selig und die Kilians auf vier Bühnen. Kleiner, dafür aber noch mit waschechter Festivalatmosphäre, feiert am selben Wochenende das Summerjam mit Besuchern aller Nationalitäten und jeden Alters getreu dem diesjährigen Motto „Keeping The Good Vibes“. Und wem auch der Weg bis an den Fühlinger See noch zu weit ist, dem bietet sich mit dem Christopher Street Day, dem dazugehörigen Straßenfest und der Parade ein Spektakel der Extraklasse direkt in der Kölner Innenstadt.
Natürlich haben wir auch die Konzerte nicht vergessen und verschenken Freikarten für die Postrocker von Mono und das legendäre Orquesta Buena Vista Social Club.

Alle weiteren Konzerte der nächsten 2 Wochen findest du hier, in der aktuellen Ausgabe des Konzert-Newsletters!

Can you kick it? – Düsseldorfs neue Party

28. Juni 2009

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Can u kick it?

Interessant eine Partyreihe mit einer solch herrausfordernden Frage zu beginnen.
Am 26. Juni war es soweit.
Premiere war im Düsseldorfer 3001; man kann über den Club denken und glauben, was man will, aber diese Party hat es in sich.

Musikalisch ein Schmaus für Ohren und Tanzbein. Feinste Elektrotunes gemixt vom Besten was unsere schöne Region zu bieten hat.
Aufgelegt haben die Düsseldorfer Riot School, DJ Rafik und unser Kölner MaxCherry.

Die Location sollte auch ihren Platz in diesem Artikel haben.
Gewählt wurde stillvoll das 3001, mit all seiner Größe, seinen vielen Sitzgelegenheiten und seinen fantastischen Boxen.
Na gut, das übliche Publikum mag uns vielleicht jetzt nicht allzusehr zusagen.
Zu dieser Party jedoch hat sich eine einheitliche Mischung zusammengefunden, die normalerweise nicht zu dem üblichen Klientel des 31, wie es liebevoll genannt wird, gehört.

Der Anzug wurde gegen die Cheape Montag getauscht und die Lackschuhe gegen bequemes Tanzwerk.

Die Drinks auf ein normales Preisniveau geschraubt, der Champagner aber sicherheitshalber trotzdem auf Eis gelegt.
Sogar der rote Teppich wurde am Düsseldorfer Medienhafen für diese neue Party ausgelegt und ein mehr als erträglicher Eintrittspreis verlangt.
Für 5€ wurde einem kein Minimal, kein RnB oder HipHop geboten.
Kein House, nein maximal Musik vom Feinsten.

Organisiert vom Forum the New French Touch wurde ganz nach Französischer Manier Musik aufgelegt.
Aber auch Deutsches oder Italienisches kam nicht zu kurz.
Eine Tracklist würde hier fast einen eignenen Artikel einnehmen, aber die grobe Vorstellung bieten beispielsweise die DJ-Sets der Herren an den Plattentellern. Hier MaxCherrys SummerSound-Set
Ein Lob geht an die DJs, die allesamt einen sehr guten Job gemacht und am Ende auch ein großes Maß an Freundlichkeit bewiesen haben.

Leider war der Auftakt nicht so gut besucht wie erwartet, sodass schon um vier Uhr zusammengepackt wurde.
Wider erwartend traf man auch auf „bekannte Gesichter“ des 3001.
Es wurde Weißwein zum kurzen Schwarzen nach dem langen Büroaufenthalt getrunken, dazu kokett mit dem Bein gewippt.
Verunsichert hatte diese Besucher nur der Bass, der die Tanzfläche sprichwörtlich zum Beben brachte.
So mancher Club würde sich diese Anlage gerne einmal ausleihen.
Anders das erwartete Publikum. Gefeiert wurde dennoch und zwar ordentlich. Getanzt, gesprungen und vorallem genossen.
Wer sich auf eine abwechslungsreiche Party mit neuer guter Musik gefreut hat, wurde definitv belohnt.

Bereits in der Nacht des 30. April zum 1. Mai, dem allseits bekannten Mayday, hat Düsseldorf bewiesen durchaus ernstzunehmend elektronisch zu sein.
Boys Noize im 3001! Nein nicht im Loungebereich sondern unten, in der 1500 Mann-Groß-Raum Disko und zeitgleich der gute Kavinsky in der Tonhalle.
Keine Spur von „Playern“ oder „Stylern“ im 3001, wobei sie natürlich auch ihren Unterhaltungswert bieten.
An diesem Abend lud die etablierte Elektro-Komune Düsseldorf zum Spektakel.
Normalerweise kennen wir solche Spitzen-DJs ja nur aus dem Loonyland.

Man darf also hoffen in Düsseldorf. Wird man es schaffen, fernab von langweiligem Charts-Elektro, die Massen für Bloody Beetroots und Monsieur Oizo zu begeistern?
Die nächste Can you kick it? ist am 24.07.

Hier eine Ahnung, wie es beim nächsten Mal sein soll!

1. Kölner Schlaraffentag mit Gisbert zu Knyphausen

26. Juni 2009

Image and video hosting by TinyPicFünf Bands an einem Abend, das Konzert dauert von acht bis ein Uhr- mancher weniger bescheidene Veranstalter hätte den Singer/Songwriter- Abend im Stadtgarten schon als kleines Festival angekündigt. Stattdessen heißt er viel schöner, poetischer und deswegen auch so viel passender „Kölner Schlaraffentag“ und die Nummer 1 davor kündigt an, dass wohl noch einige Abende dieser Art folgen werden. Dem Festivalgefühl kann man sich netterweise trotzdem nicht ganz erwehren und so sieht man viele Besucher aus dem Konzertsaal auch im Biergarten des Stadtgartens oder im Park plaudern und mit einem kühlen Bier in der Sonne sitzen. Schneller als man denkt, hat man bei dieser geselligen Atmosphäre die Zeit aus den Augen verloren und stürmt erst zum Ende des ersten Auftritts den rot-leuchtenden Konzertsaal. Bei vier Vorbands die erste zu verpassen, bedeutet bei den meisten Veranstaltungen absolut keinen Verlust. Als Roland Meyer de Voltaire, eigentlich Kopf der gefeierten Indie-Band Voltaire, aber seinen Laptop anschmeißt und mit hellem, klarem Gesang sein letztes, nur für den Schlaraffentag komponiertes Lied spielt, wird klar: Mit diesem Auftritt hat man so einiges verpasst.
Da heißt es nicht verzagen, sondern positiv denken, das Line Up ist schließlich noch lang und lässt nach einem solchen Auftakt auf einiges hoffen. Die Pause kann erst einmal zur perfekten Positionierung in der Zuschauermenge genutzt werden, denn die Reihen sind noch licht und bieten vor der Bühne sogar genug Platz, um auf dem Boden zu sitzen. Passend zum Motto „Schlaraffentag“ sind außerdem im ganzen Raum Körbe mit Trauben, Birnen und Weingummi verteilt, an denen sich die Hungrigen im Publikum auch fleißig bedienen. Image and video hosting by TinyPicFrisch gestärkt und mit perfekter Sicht geht es nach kurzer Zeit also weiter mit Philipp Süß und so. Das „Und so“ besteht in diesem Fall aus Sebastian an der Trommel und Silvia am Fagott, wobei vor allem letztere mit diesem für Live-Konzerte doch eher ungewöhnlichen Klang für Begeisterung im Publikum und den ein oder anderen Spontan-Applaus sorgt. Und auch die Qualität der Texte überrascht: Egal ob Philipp Süß sozialkritisch analysiert wie in dem Song „Vom Tellerwäscher“, verträumt-melancholisch „Das Nebeneinander von Dingen“ beschreibt oder sich selbst in „Ich“ oder „Ein Grobmotoriker bittet zum Tanz“ auf die Schippe nimmt, das Publikum lauscht begeistert. Zusätzliche Sympathien gewinnt der 27-Jährige mit seinen lockeren Plaudereien zwischen den Songs, von denen sich die anschließende Band noch eine Scheibe abschneiden könnte.
Halbwolf, die Newcomer aus Siegen, überraschen viele Zuschauer schon beim Betreten der Bühne, denn im Vergleich zu den Singer/Songwritern des Abends sind die Jungs zu fünft und benutzen nicht nur E-Gitarre, Bass und Schlagzeug, sogar ein Keytar (für alle die es auch nicht wussten: Halb Gitarre, halb Keyboard) ist auf der Bühne zu sehen. Entsprechend pompöser wird der Sound, was nicht zu letzt an Sänger Normans Technik liegt: Irgendwo zwischen Screamo, Opernarie und Herbert Grönemeyer klingelt seine Stimme an manchen Stellen in den Ohren, macht aber gleichzeitig einen großen Teil des Wiedererkennungswert bei den Halbwolf-Songs aus. Für einige Minuten verlässt der Frontmann, dessen Bewegungen hinterm Mikro übrigens denen eines Joe Cocker auf Speed gleichen, die Bühne und lässt seinen Bandkollegen freien Lauf für ein beeindruckendes Instrumentalstück.
Instrumental minimalistisch nimmt die Oliver Minck Erfahrung danach das Zepter in die Hand. Nur vom Schlagzeug begleitet schlägt der Sänger und Bassist von „Wolke“ sozialkritische Töne an, bevor endlich der lang ersehnte Headliner auf die Bühne tritt.
Gisbert zu Knyphausen. Mit Unterstützung von einer Band, für die das Publikum im Konzertsaal in einer kurzen Pause sogar einen Namen aussuchen darf. Die Fünf rocken zusammen, ganz ohne Frage, und doch kommt das Wichtigste bei Gisberts Songs nicht zu kurz: Er erzählt Geschichten, die unspektakulär erscheinen und berührt das Publikum damit doch mehr als jede Liebesballade. Er benutzt in seinen Texten Worte wie „Arsch“, „Kacken“ und „Saufen“ und wirkt doch nie obszön oder platt. Er singt von den kleinen Lichtblicken im düsteren Alltag, von denen wir alle hören wollen. Und er bringt das Publikum schon mit den ersten melancholischen Tönen zum Schweigen und Staunen. „Ihr seid so still“, fällt ihm schnell selbst auf. „Ich fass das einfach mal als Kompliment auf.“ Das darf er auch, der ansonsten eher schweigsame Gisbert. Ohne Titelansage und Zwischengebrabbel reiht er am Anfang Song an Song, zum Ende hin, vor allem mit dem Auftauchen kleiner technischer Probleme und Schwierigkeiten, wird er lockerer, aber nicht wesentlich gesprächiger. Als es bei einem Solostück mit der neuen Gitarre so gar nicht klappen will, unterbricht er und fragt schmunzelnd „Darf ich nochmal?“. Natürlich darf er, so wie er wahrscheinlich alles dürfte, wer könnte ihm schon einen Wunsch abschlagen? Doch auch er kann die Wünsche seiner Fans nicht unerfüllt lassen und tritt nach anhaltenden „Zugabe“-Rufen noch einmal auf die Bühne. Die fünf (!) Songs, die er als Zugabe alleine mit seiner Gitarre spielt, setzen dem Konzert das Sahnehäubchen auf und entlassen das Publikum glückselig lächelnd in die Nacht. Image and video hosting by TinyPic

Dieses Wochenende in Köln: Kicks&Cake, LIKE, I love Pop…

25. Juni 2009

Die Semester – und Sommerferien rücken immer näher, doch damit auch die Klausuren und Prüfungen, die Wochenenden auf Festivals oder der Besuch in der Heimat. Bevor man vor Lernstress oder Urlaubsplanung keinen Kopf mehr für Kölns Nachtleben hat, sollte man daher die Gelegenheit nutzen um in kölschen Spots die Nacht zum Tag zu machen. Zum Tanzbeinschwingen wird natürlich die passende Fußbekleidung benötigt und diese kann man sich am Samstag beim Kicks&Cake Sneakermarkt besorgen. Danach gibt es, ganz nach Geschmack, Rap & Disco auf der Afterparty, Electro auf der letzten LIKE vor der Sommerpause oder Drum&Bass und Breakbeatz bei der 11. Vinyl Vibes im Odonien. Eine Rheinrundfahrt klingt zwar nach einer alten Leute-Veranstaltung, bei der After Hour am Sonntag verwandelt sich die MS Rheinenergie aber ins Pollerwiesen Boot und schippert mit Techno und Minimal von den Londonern Italoboyz über das Wasser.

Weitere Parties an diesem Wochenende findest du in der aktuellen Ausgabe des Nachtleben-Newsletters.

Medienfest Großes Fernsehen – „Die 70er- Ein wildes Jahrzent“ und „Mad Men“

23. Juni 2009
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Das letzte verlängerte Wochenende war ganz dem Film gewidmet.

Köln war vom 18. bis zum 21. Juni 2009 Gastgeber des diesjährigen 20. Medienforums.nrw.

An jedem Abend wurden Premierenfilme gezeigt, ob Dokumentarfilme oder die neuste US-Serie, alle Genres waren vertreten.

Das 20. medienforum.nrw verzeichnete im Jubiläumsjahr des erfolgreichen nordrhein-westfälischen Branchentreffs mehr als 3.000 Kongress-Besucherinnen und Besucher und mehr als 350 Medien-Experten. Drei Tage lang wurde unter dem Motto „Vom Wert der Medien“ über aktuelle Trends in den Bereichen Rundfunk, Film, Print, Online und Telekommunikation diskutiert.

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Der Donnerstag begann fulminant mit einer Zeitreise in die Siebziger:
Der „Dokumentarische Rückblick auf Feeling und Sound der 1970er Jahre in den USA“ ließ einen noch mal in die Zeit der freien Liebe, der langen Disco-Nächte und Watergate zurückblicken.
Gezeigt wurde die Dokumentation „Die 70er – Ein wildes Jahrzehnt“ zu später Stunde. 90 Minuten lang eine fesselnde Zeitreise, die dabei keinerlei Müdigkeit aufkommen ließ, eingereicht von dem Fernseh-Sender HISTORY.

Wer sich nicht mehr so gut an die Zeit der Siebziger erinnern konnte, weil er entweder noch nicht geboren war oder damals einfach zu jung, hat durch diese Dokumentation, die Möglichkeit neue Facetten der „sexy seventies“ zu entdecken.
Viel mehr als nur Hippie-Bewegung und Village People oder Parties im Studio 54 bietet dieser Dokumentarfilm, denn auch politische und kulturelle Ereignisse werden gezeigt.

Im Kinosaal kam es mehrfach zu verschmitzten Grinsen bei der scheinbar unbegrenzten Freiheit dieses Jahrzents.
Frieden, Liebe und Freiheit, die Leitmotive dieser wilden Zeit kamen deutlich zum Ausdruck.
Wer glaubte, die Revolution Ende der Sechziger erst kommen zu sehen, bemerkte, dass sie in den Siebzigern bereits angekommen war.
Von Woodstock bis Discofunk oder auch die Ära des Punk. All das hat seinen Ursprung in den Siebzigern und ist noch heute prägend für unsere Zeit.
Die berühmt berüchtigten Parties im Studio 54 oder die Eskapaden der Stars auf Plateau-Schuhen mit Drogen und Alkohol.

Mit zahlreichen Originalaufnahmen ist diese Dokumentation visuell-packend und lässt keine Langeweile aufkommen.
Selbst wenn man geglaubt hat, vieles über die Siebziger zu wissen, diese Dokumentation zeigt neue Aspekte auf und lässt diese vermeintlich vergangene Zeit wieder lebendig erscheinen.

Nachdem wir in den Siebzigern geschwelgt haben, verfallen wir weiter in die Nostalgie und kommen wir nun zu den Sechzigern.

Am Sonntag wurde Mad Men von der amerikanischen Sender-Familie AMC, in Deutschland von FOX-Channel präsentiert, vorgestellt und zeigt das New Yorker PR-Milleu in den Sechzigern.
An voran der Star der Werbeagentur Donald Draper (gespielt von Jon Hamm), der den Frauen genauso eifrig hinterherläuft wie dem Erfolg der Werbekampagnen.
Trotz beschaulichem Familienleben mit Kindern und liebevoller Ehefrau, stürzt sich der smarte Draper ständig in neue Affären, ohne Rücksicht auf Verluste.
Aber, um den dramatischen Charakter der Serie zu betonen, er wird von seiner Vergangenheit eingeholt und plötzlich entsteht ein schmaler Grat zwischen Geschäft und Liebschaften.

Das Drehbuch stammt aus der Feder des „Sopranos-Autors“ Matthew Weiner, der dem Drama nicht nur einen bissigen Sarkasmus, sondern auch viel Inhalt gibt.

In Amerika bereits ein großer Erfolg, ist Mad Men mit zwei Golden Globes in unglaublicher Detailliertheit authentisch auf die Sechziger eingegangen.
Von Kostümen bis Charakteren fühlt man sich als Zuschauer in die Zeit der aufkommenden Intrigen und Ereignisse der New Yorker Werbeagenturen zurückversetzt.
Hierbei spielt Jon Hamm überragend den charmanten Familienvater zwischen Karriere, Affäre und Familie.

Bereits am 6. Juli startet Fox-Channel die Ausstrahlung von Mad Men, die in Amerika ein großer Erfolg des „New American Television“ geworden ist.

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The Whip – Konzertbericht Köln

23. Juni 2009

The Whip Band

Wer an diesem Hurricane-Festival Wochenende doch zuhause geblieben ist, musste trotzdem nicht auf ein gutes Konzert verzichten. Die Manchester Indietronic Band The Whip hat für alle daheim gebliebenen Fans im Kölner Gebäude 9 gespielt.

2008 veröffentlichten sie das Debütalbum „X-Marks Destination“, danach folgte ein Remixalbum mit dem treffenden Titel „Remix-Marks Destination“.
Für The Whip war es bereits der zweite Besuch in Köln: Denn zuvor haben sie schon in der Jägermeister Rockliga bewiesen, dass sie ein großes Publikum gut unterhalten können.

Leider war das Gebäude 9 nicht so gut gefüllt wie zu üblichen Konzerten, aber die Band gab ihr Bestes, um das Publikum in Bewegung zu halten.
Schon beim ersten Song fackelte die Menge nicht lange und begann zu tanzen.
Keine Anfangsscheu oder schelmisches Beinwippen, nein eine ausgelassene Stimmung vom ersten Lied an.
Zudem hatte man wenigstens genug Platz und musste nicht in wildes „Elektro-Indie-Pogen“ verfallen.

Anscheinend hatten die Soundtechniker von der Insel ihre Probleme mit dem Equipment umzugehen.
Zu dumpf und einfach nur laut spielte die Band ihr gesamtes Album plus einen Remixtrack und einen Track vom wohl bald erscheinenden neuen Album.
Die erzeugte Lautstärke war aber kein Hindernis, sondern steigerte die Atmosphäre im Gebäude 9.

Obwohl die elektronischen Parts ruhig länger und treibender hätten sein könnten, war der Gitarren lastige Part sehr überzeugend und animierte die Menge. Die Band war die ganze Zeit über bemüht, das Publikum in Bewegung zu halten und riss sowohl es musikalisch als auch gestikulierend mit.
Entweder waren alle Hände in der Luft oder Danny Saville, der Sänger, unterbrach seinen Gesang für das laut-mitsingende „Blackout, Blackout“ der tobenden Besucher.

Die Drummerin Lil Fee konnte während des Konzerts überzeugend beweisen, dass auch Frauen in einer Männerband den Beat vorgeben können. Danny Saville, der zeitweise sogar Gitarrist und Mann am Synthesizer war, kapitulierte aufgrund der Sound-Bedingungen und beließ es letztlich bei einer Tätigkeit. Entweder singen oder Gitarre spielen, das war hier die Frage.

Trash“, der Gassenhauer der Band wurde sozusagen als Highlight und Abschluss zugleich gespielt. Dabei jedoch enttäuschend schwach performt, aber vom Publikum gefeiert.
Obwohl das Konzert zeitig um 23h zu Ende war und eigentlich alle Tracks des Albums gespielt wurden, erwarteten Viele noch eine ordentliche Zugabe, um den Abend abzurunden.
Lange warteten einige hoffnungsvoll darauf, dass die Band noch einmal auf die Bühne tritt, aber The Whip haben schon recht früh nach dem Konzert das Gebäude 9 verlassen um Richtung Scheeßel den Hurricane-Besuchern eine ebenso gute Live-Performance zu liefern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Konzertfreunde in einer guten Venue ein mitreißendes Konzert erlebt haben, das alle Wehmutsgedanken des Festival-Wochenendes vefliegen ließ.

Leider in Stuttgart, aber Köln folgt!

Re-edit.

Kölns Kultur im Juni

21. Juni 2009

Bevor das Sommerloch die kölsche Kulturszene endgültig packt, empfehlen wir Dir hier wieder Theaterstücke, Ausstellungen und Lesungen der nächsten Wochen. So zum Beispiel Elfriede Jelineks Die Kontrakte des Kaufmanns, das morgen zum letzten Mal für diese Saison im Schauspielhaus gespielt wird. Damit die Inszenierung über die Finanzkrise Dich nicht selbst in die Insolvenz treibt, verlosen wir auf wergehthin natürlich nicht nur für dieses Stück Freikarten. Auch bei der Offenen Bühne Kunst gegen Bares kannst Du den Eintritt sparen und den talentierten Künstlern aus dem Publikum dafür den ein oder anderen Cent mehr ins Sparschwein werfen.
Weitere Events der nächsten Wochen findest Du wie gewohnt in der aktuellen Ausgabe des Kultur Magazins.

Dieses Wochenende in Köln: Like Love, BeatShockYeah, Junge Kunstnacht…

18. Juni 2009

Was das Wetter in Köln zur Zeit will, weiß es wohl selber nicht so richtig. Aber: Man sollte die Unbeständigkeit oder Regen lieber für lange Nächte im Club nutzen, bevor der Sommer so richtig loslegt und man bei heißen Temperaturen nur noch in der Abendsonne sitzen und grillen möchte. Dieses Wochenende gibt es natürlich auch wieder genug Möglichkeiten, um es sich auf der Tanzfläche und unter Stroboskopen gemütlich zu machen. Am Freitag feiern die Beatpackers und die Jungs der Yeah Right zusammen bei der BeatShockYeah und gehen es mit ihrer Mischung aus HipHop, Electro und Rap ziemlich wild an. Das heranwachsende Szenepublikum trifft sich hingegen zu Minimalelectro bei der Like Love, die mit Afrilounge diesmal Gäste aus dem Süden Deutschlands empfängt. Für den intellektuellen Partygast findet am Samstag im Museum Ludwig ein besonderes Special statt, denn bei der Jungen Kunstnacht gibt es zuerst Führungen und Gespräche speziell für junge Leute und anschließend eine Party mit den DJs der 123 Rakete. Was am Wochenende sonst noch geht, siehst du in der aktuellen Ausgabe des Nachtleben-Magazins.

Die besten Konzerte der nächsten 2 Wochen

14. Juni 2009

Die Festivalsaison bietet in den nächsten Wochen wieder einige Möglichkeiten erstklassige Open Air-Veranstaltungen zu genießen. Das Devil Side Festival in Duisburg bringt mit Motörhead, Anthrax und Clawfinger exzellente Headliner für Rock- und Metalfans auf zwei Bühnen. Beim Ruhr in Love werden hingegen die elektronischen Geschmäcker mit einem riesigen Line Up auf über 30 Floors erfreut. Doch auch die wegen der Sommerpause seltener gewordenen Konzerte unter festem Dach halten die ein oder andere Überraschung bereit: Rocklegende und Gitarrengott Neil Young beehrt den Kölner Tanzbrunnen für eines seiner wenigen Deutschland-Konzerte. Damit Dein Portemonnaie unter dem Live-Spaß nicht zu leiden hat, verlosen wir Freikarten für den Big Band Jazz des Grand Central Orchestras, für einen melancholischen Abend mit Gisbert zu Knyphausen und auch für das Devil Side und Blackfield Festival.
Weitere Konzerte findest Du wie gewohnt
hier, in der aktuellen Ausgabe des Konzerte-Newsletters.

Die Parties der Woche in Köln

9. Juni 2009

Da am Donnerstag wieder ein Feiertag ansteht, locken am Mittwoch viele Parties mit Specials zum Vorfeiern: Bei den Jungs von Trix & Flix gibt es nicht nur „wahre Musik für wahre Boarder“ (HipHop & Breakbeats), sondern auch die Premiere des neuen Powell Skatevideos. Mit viel Glück kannst Du beim Morrissey Special der I love Pop noch Karten für das ausverkaufte Konzert am Donnerstag gewinnen oder einfach nur zu Indie & Britpop die Nacht durchtanzen. Mit viel Minimaltechno feiert der klickklackklub am Freitag ein letztes Mal vor der Sommerpause und am Samstag vereinen sich Drum&Bass, Minimal & Electro beim Drumclub im Odonien. Eine gebührende After Hour gibt es diesmal bei der Roten Liebe, die am Sonntag Open Air im Maarweg stattfindet. Weitere Parties dieser Woche (inkl. vieler Freikarten), findest Du wie gewohnt hier, in der aktuellen Ausgabe des Nachtleben Newsletters.