Phantomschmerz – Filmkritik

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Unsere Praktikantin Anja hat sich letzte Woche den neuen Til Schweiger-Film ‚Phantomschmerz‘ angesehen. Die Langhaarperücke von Schönling-Til konnte sie aber wegen fehlendem Inhalt nicht überzeugen. Lest selbst:

Mark Somner (Til Schweiger) lebt für seinen Sport. Für den Rennradfahrer sind Frauen Bettgeschichten, er jobbt nur um Geld zu haben und in der Beziehung zu seiner Tochter Sarah (Luna Schweiger) kann er ihre Erwartungen nicht erfüllen Was er gut kann sind Geschichten erzählen und Rad fahren. Als er nach und nach seine Jobs und dann auch noch ein Bein verliert muss Mark sein Leben neu ordnen. Immer zur Seite steht ihm sein bester Freund Alexander (Stipe Erceg) und auch die neue Bekanntschaft zu Nike (Jana Pallaske) scheint eine Konstante in Marks Leben zu werden. Doch bis dahin, ist es ein langer Weg.
Til Schweiger mit langen Haaren ist für den ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig, doch passt es zu seiner Figur des Workaholics. Was dem Film fehlt ist Marks Auseinandersetzung mit seinen Problemen. Nach der Amputation des Beins verarbeitet Mark den Schmerz mittels Ironie. Muss er doch jetzt nur noch die Hälfte der Pediküre bezahlen. Viel zu schnell akzeptiert Mark den neuen Lebensumstand, die Phase der Rhea wird komplett übersprungen und Geldprobleme, wegen der Miete oder dem neuen Bein löst der wohlhabende Freund Alexander, bei dem er auch übergangsweise unterkommt. Konflikte werden schnell gelöst, Nike scheint sehr verständnisvoll und auch die Tochter ist wieder schnell von ihrem Papa begeistert, erzählt er doch so gute Geschichten.
Wirklich überzeugen kann vor allem die Musik, die wie für den Film geschrieben scheint. Zusammen mit einzelnen Landschaftsaufnahmen entstehen stimmungsvolle Momente.
Nach 97 Minuten bereut man zwar nicht den Film gesehen zu haben, jedoch fehlt einem das gewisse Etwas.

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Eine Antwort to “Phantomschmerz – Filmkritik”

  1. Constanze Says:

    Ich muss den Film mal ein bisschen verteidigen, weil er doch wesentlich besser ist als hier behauptet: Gute Schauspieler, viele tolle Bilder und große Gefühle. Und die Musik ist natürlich echt grandios. Viel besser als „Keinohrhasen“.

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